Die Effektivität des Nichtstuns
Wenn wir an besonders ordentliche Leute denken, dann denken wir oft, dass sie immerzu mit Aufräumen beschäftigt sein müssten, dass sie möglicherweise besonders früh aufstehen, um ihre Wohnung in Ordnung zu bringen, das Bett zu machen, abzuspülen oder um sonstige Haushaltsaufgaben zu erledigen. Und vor allem denken wir, dass sie NIEMALS faul sind.
Die letzten Tage hier in unserem Berghaus mit Freunden haben mich auf noch tiefere Weise vom Gegenteil überzeugt.

Unsere Gäste waren nicht nur Herzensfreunde, sondern sie sind auch unsere Coaches in Sachen Kommunikation & Effektivität, Leben im gegenwärtigen Augenblick und vieles mehr. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, dass sie uns hier besuchen, und mir alles Mögliche ausgemalt, was wir ihnen bieten könnten - von Märkten zu Wanderungen mit Hüttenaufenthalt. Ich wollte besondere Nachtische, Frühstücke und Kuchen zubereiten (für die Hauptmahlzeiten sorgt mein Mann immer bestens), es sollte verschiedene Ausflüge geben und vieles mehr. Aber nachdem wir hier gemeinsam angekommen waren, wachte ich am nächsten Morgen krank auf.
Wer unsere Freunde Ariel & Shya Kane kennt, weiß, dass sie sehr klar und direkt sind, und in diesem Fall waren sie sehr klar darüber, dass ich ruhen soll … kein Tischabräumen, Spülen oder sonst irgendwelche aktiven Impulse ausführen, die mir in den Sinn kamen. Nur Ruhe. Faul sein wie ein Faultier. Mal im Bett, mal in Gesellschaft auf dem Sofa. Am Wochenende vor unserer Anreise hatten wir ein Seminar von den beiden besucht, und das machte es mir viel leichter, mich auf dieses Nichtstun einzulassen. Ich habe sogar die Gedanken ruhen lassen und nicht schon im Geiste alle Fenster geputzt, den Staub auf den Lampen entfernt, Projekte bearbeitet, E-Mails geschrieben. Natürlich gab es den ein oder anderen aktiven Moment, aber auch da habe ich mich nicht festklammern müssen, sondern konnte schnell wieder loslassen und zurückkehren zum Faultiersein.
Heute fühle ich mich gesund und kraftvoll und das Erledigen der Dinge passiert in einer Ruhe und Leichtigkeit, fast wie nebenbei. Ganz ohne Hektik oder Stress. Und unsere Gäste haben die Erholung und Ruhe genossen, sie durften auch einfach nur entspannen.
Mir fällt es so oft bei KundInnen auf, dass sie in ihren Gedanken schon so viel Arbeit leisten, um Ordnung zu schaffen, während sie sich ausruhen, dass sie sich anschließend davon erholen müssen, und dann denken sie, sie seien einfach nur faul.
Faul sein, Leute, ist eine Kunst.
Wer mehr über die Arbeit von Ariel & Shya Kane erfahren möchte: www.TransformationMadeEasy.com

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